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Der Rheintunnel – ein Befreiungsschlag für die Region

Bereits heute ist die Osttangente bei Basel eine der meistbefahrenen Nationalstrassen der Schweiz. Der Verkehr liegt hier gemäss Bundesamt für Strassen mindestens 20 Prozent über der Belastungsgrenze – tägliche Staus sind die Folge. Diese Überlastung verschärft sich zudem aufgrund des prognostizierten Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums weiter. Die trinationale Agglomeration Basel wächst, so die offiziellen Zahlen, bis 2040 um rund 140'000 Bewohnerinnen und Bewohner – das ist mehr als die Stadt Bern. Abhilfe verschafft der geplante Rheintunnel. Gemäss Beschluss von Bundesrat und Bundesparlament wird er voraussichtlich ab 2040 Birsfelden unterirdisch mit Kleinbasel verbinden und so die überstrapazierte Osttangente entlasten.

Bildquelle: Bundesamt für Strassen ASTRA


Konkret wird der Rheintunnel aus zwei zweispurigen und zwei einspurigen Röhren bestehen. Das südliche Tunnelportal Birsfelden/Muttenz soll beim Kreisel Rheinfelderstrasse/Birsfelderstrasse liegen. In Fahrtrichtung Norden befindet sich das nördliche Tunnelportal beim Badischen Bahnhof unmittelbar neben den Gleisen. Von Frankreich kommend zweigt der Anschluss zum Rheintunnel nach der Dreirosenbrücke ab. Von Deutschland her stellt das Tunnelportal Wiese den Zugang zum Rheintunnel sicher. 


Quartiere entlasten 

Das Projekt entlastet nicht nur die bestehende Osttangente, sondern auch die Quartiere und Nachbargemeinden vom Ausweichverkehr und führt zu weniger Lärmbelastung für die Bevölkerung. Der Rheintunnel wird zudem als zentrales Puzzlestück eines leistungsfähigen Verkehrssystems einen unverzichtbaren Beitrag leisten, damit unser Wirtschaftsstandort auch in Zukunft gut zu erreichen ist.  

 

Regierungen beider Basel von Vorteilen überzeugt 

Diesen Nutzen heben auch die Regierungen der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft als Antwort auf Fragen aus den Parlamenten hervor. So anerkennt der Regierungsrat Basel-Stadt, dass der Rheintunnel die heute überlasteten Quartiere von Ausweichverkehr weitgehend befreit – es «werden Fahrten mit Anfang oder Ziel in Basel wieder über die Osttangente statt über das Stadt- oder Ortsstrassennetz abgewickelt.» Die Regierung Basel-Stadt geht zudem davon aus, dass die Anwohnenden entlang der Osttangente mit einer Reduktion der Lärmbelastung und Luftverschmutzung rechnen dürfen. «Dies insbesondere durch die Verlagerung des Schwerverkehrs (…) in den Untergrund.» 

Der Regierungsrat Basel-Landschaft geht indes davon aus, dass der Rheintunnel die «A2 Osttangente um bis zu einem Drittel vom Verkehr entlasten» wird. Spürbare Erleichterung erwartet sie zudem im Zentrum von Birsfelden – um täglich 2000 – 3000 Fahrzeuge wird die Durchfahrt in Birsfelden gemäss Regierung entlastet.  

 

Breite Allianz für den Rheintunnel 

Dieser Befreiungsschlag für die Region ist jedoch gefährdet. Linke Kreise haben auf Bundesebene das Referendum gegen den Ausbau der Nationalstrassen ergriffen, womit auch der Rheintunnel betroffen ist. Deshalb kommt die Vorlage, vermutlich im November 2024, vor das Volk. Neben vielen weiteren Akteuren werden sich auch die kantonalen Baudirektoren in Form der BPUK (Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren-Konferenz der Kantone) im Abstimmungskampf für den punktuellen Ausbau des Nationalstrassennetzes einsetzen. Dass die Regierungsräte in Basel-Stadt und Basel-Landschaft hinter dem Projekt Rheintunnel stehen, geht aus offiziellen Schreiben hervor. 

Auch die Handelskammer beider Basel macht sich an vorderster Front für die Vorlage und das Projekt Rheintunnel stark. Wir können dabei auf das breit abgestützte regionale Komitee «Pro Rheintunnel» mit bereits rund 280 Mitgliedern zählen: Eine Allianz von betroffenen Quartiervereinen, Verkehrs- und Wirtschaftsverbänden sowie Vertreterinnen und Vertretern aus der Bevölkerung. Weitere Unterstützung erhalten wir von allen bürgerlichen Parteien der beiden Basel. 

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