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Mit dem Rheintunnel für ein lebenswertes Kleinbasel

Die Strassen in der Region Basel sind überlastet. Besonders die Schwarzwaldbrücke ins Kleinbasel – die sogenannte Osttangente. Der geplante Rheintunnel sorgt dafür, dass der Verkehr auf diesem vielbefahrenen Autobahnabschnitt wieder rollt und Autos und Lastwagen, die heute den Stau umfahren, die Quartiere nicht länger belasten. Dies erhöht die Lebensqualität im Kleinbasel.

Artikel erschienen in der Kleinbasler Zeitung vom 24. Juni 2024

Strasse unter den Rhein - Rheintunnel

Die Osttangente ist einer der meistbefahrenen Autobahnabschnitte der Schweiz. Jeden Tag stehen die Autos auf ihr zwei bis vier Stunden im Stau. Das führt leider auch dazu, dass viele Autos in die Quartiere ausweichen und sie mit Verkehr und Lärm belasten. In Zukunft wird sich dies noch zuspitzen. Denn bis 2040 wächst unsere trinationale Region um rund 140'000 Bewohnerinnen und Bewohner – das sind mehr als heute in der Stadt Bern wohnen.


Schneller, leiser, gemütlicher 

Der geplante Rheintunnel bringt den Durchgangsverkehr in den Untergrund, verflüssigt den Verkehr und entlastet die Wohnquartiere. Heute fahren zahllose Lastwagen auf ihrer Fahrt quer durch Europa auf der Osttangente mitten durchs Kleinbasel. Lastwagen verursachen zehnmal mehr Lärm als Autos. Die Anwohnerinnen und Anwohner entlang der Osttangente werden durch den Rheintunnel wesentlich von Lärm – und auch vom Schadstoffausstoss – entlastet. «Mit dem Rheintunnel können die Quartiere wieder aufatmen», sagt GLP-Grossrat Bülent Pekerman. «Wenn das Kleinbasel nicht mehr durch den Ausweichverkehr blockiert wird, können die lokalen Betriebe besser ihren Geschäften nachgehen. Für die Bevölkerung und das Gewerbe im Kleinbasel ist ein rasches Vorankommen zentral – sei es mit dem Auto oder mit dem ÖV», so der ehemalige Grossratspräsident. 

Auch Carmen Kolp, die sich in verschiedenen Gremien fürs Kleinbasel starkmacht, sieht die Vorteile des Tunnels: «Der Rheintunnel verringert den Stau auf der Osttangente und entlastet das Kleinbasel oberirdisch vom Durchgangsverkehr vom Norden in den Süden Europas und umgekehrt», so Kolp und ergänzt ihr Anliegen: «Da während des Baus auf der Dreirosenanlage eine Baustelleninstallation errichtet und ein Graben für den Anschluss der Nordtangente ausgehoben wird, muss eine Freifläche in unmittelbarer Umgebung sowie eine geeignete Lösung für die besonders betroffenen angrenzenden Schulhäuser gefunden werden.» Die Suche nach Ersatzflächen für die Dreirosenanlage ist mittlerweile weit fortgeschritten. Der Kanton Basel-Stadt beabsichtigt, mehr Flächen für die Bevölkerung verfügbar zu machen, als durch die Baustelle temporär besetzt werden.  

 

«Der Rheintunnel erhöht die Lebensqualität in der Stadt», ist auch Franz-Xaver Leonhardt, CEO der Krafft Gruppe überzeugt. «Da die Osttangente entlastet wird, werden weniger Autos auf die Stadtstrassen ausweichen. Damit bieten sich auch Chancen für Restaurants mit Aussenbereichen. Es wird attraktiver, draussen in Ruhe einen Kaffee zu trinken». Weil durch den Rheintunnel die wichtigen Zubringerstrassen im Kleinbasel vom Verkehr entlastet werden, kommen auch Tram und Bus schneller voran. Das macht den öffentlichen Verkehr attraktiver.


Eine Erfolgsgeschichte 

In der Diskussion rund um den Rheintunnel geht oft vergessen, dass das Kleinbasel bereits Erfahrungen mit einer unterirdischen Autobahn hat: Anfangs der 2000er-Jahre wurde die Nordtangente als Tunnelverbindung der Osttangente mit der französischen A35 gebaut. Dadurch haben der Verkehr – insbesondere der Schwerverkehr mit Lastwagen – und die Zahl der Unfälle auf den Lokalstrassen in Basel Nord nachhaltig abgenommen, wie der entsprechende Wirksamkeitsbericht des Kantons zeigt. Das heisst weniger Lärm und Schadstoffausstoss. Dies dürfen wir auch als Folge des Rheintunnels erwarten. 

 

Den Artikel können Sie als PDF hier lesen und herunterladen.

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